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Play By Mail - Wie geht das eigentlich?Was bedeutet PBM?PBM steht für "Play by Mail". Dies ist ein Oberbegriff für alles, was mit Spielen per Post oder anderen Telekommunikations-Einrichtungen (z.B. eMail) zu tun hat. Die Spiele, die so gespielt werden, nennt man Post- oder seltener auch Fernspiele. Zu einem Postspiel gehören ein Spielleiter (=Game Master oder kurz GM) und eine festgelegte Anzahl an Mitspielern. Die Spieler schicken jeweils zu einem bestimmten Termin (der sog. ZAT) ihre Spielzüge z.B. per Post oder E-Mail an den GM. Dieser verarbeitet dann die Spielzüge aller Mitspieler einer Partie in der Auswertung, stellt die Konsequenzen und Ergebnisse aller Aktionen fest und teilt diese wieder den Spielern mit, woraufhin die nächste Runde beginnt. Vorteil von PostspielenMan hat kein Problem, die richtigen Mitspieler zu finden, zu einem bestimmten Termin an einen Tisch zu bekommen, zu bewirten und einen Konsens zwischen Rauchern und Nichtrauchern herzustellen. (Außerdem gibt's keine Fitness-Auswirkungen durch zu lange Spielnächte.) Ein weiterer Vorteil ist es, daß man neue Leute kennenlernt. Viele Postspieler organisieren auch Treffen untereinander, um sich sogar persönlich kennenzulernen. Das Verhältnis der Mitspieler untereinander ist freundschaftlich. Gesiezt wird in der PBM-Szene grundsätzlich nicht. Welche Arten gibt es?Es gibt kommerzielle Postspiel-Anbieter, die sich ihre Arbeit als Dienstleistung entsprechend bezahlen lassen. Zumeist sehr komplexe Spiele mit hohem Zeitaufwand und hohen Kosten. Je nach Spiel kann ein Spielzug zwischen 3 und 10 EUR kosten, selten auch mehr oder weniger. Diese Art Postspiele spielen wir im KSK nicht! Dann gibt es Amateur-Postspiel-Anbieter, die die Sache als ihr Hobby betrachten. Oft sind sie Spieler und zugleich Spielleiter in anderen Partien. Um diese Art Postspiele geht es beim KSK. Was kann man per Post spielen?Nahezu alles, wofür es auch ein Spielbrett gibt. In manchen Fällen werden die Regeln einfach um Postspielvarianten erweitert oder die ursprüngliche Spielregel abgeändert. Außerdem gibt es viele Spiele, die speziell für das Spielen per Post geschaffen wurden. Alle Spiele an dieser Stelle aufzuzählen, würde sicher zu weit führen. Wenn Du dir einen groben Überblick verschaffen willst, schau doch mal in unsere Rubrik "Spielangebot" oder "Regelarchiv". In unserer Linksammlung sind überdies noch weitere Postspielanbieter vertreten. Braucht man dazu das Brettspiel?In aller Regel braucht man es nicht, weil die einzelnen "Bausteine" des Spiels (Spielbrett, Figuren (Pöppel), Geld) in der schriftlichen Auswertung durch Grafiken oder Text wiedergegeben werden. Wie läuft das ab?Meistens werden Amateur-Postspiele in sog. "Zines" (nicht-kommerzielle Postspiel-Magazine) abgewickelt. Je nach Zine und Vorliebe des Herausgebers, der GMs und der Mitspieler werden viele verschiedene Spieltypen angeboten. Je Spieltyp können dann gleichzeitig mehrere Partien laufen. Etwas genauer bitte!Man stelle sich eine Pyramide vor. An der Spitze steht der Herausgeber. Dieser erhält von den GMs die Auswertungen der einzelnen Spielzüge (siehe zuvor) und veröffentlicht sie in dem Zine. Die Mitspieler haben das Zine abonniert und erhalten so die Ergebnisse ihrer Spielzüge und der Aktivitäten der Mitspieler. Nach den Informationen aus dem Zine stellt jeder Spieler bis zum ZAT seinen neuen Spielzug zusammen und schickt ihn wieder seinem Spielleiter. Der Kreislauf beginnt von vorne. Die Dauer eines solchen Zyklus ist von Zine zu Zine unterschiedlich und reicht von 2 Wochen bis hin zu 8 Wochen. Die meisten Zines haben einen Rhythmus von 3-6 Wochen. Zur Veranschaulichung gibt es noch unserem PBM-Comic, der diesen ganzen Zyklus bildlich darstellt. Und die Kosten...?Jeder zahlt sein Porto und die Telefongebühren fuer die Kommunikation und Spielzüge selbst. (Viele Zines bieten aber auch einen Zug-Versand-Service an, wodurch man noch Porto sparen kann.) Darüberhinaus werden die Kosten für den Druck des Zines in Form eines Abonnement-Beitrages vom Herausgeber auf die Mitspieler umgelegt. Also der reine Selbstkostenpreis. Mehr nicht. Einige wenige Zines können schon bis zu 5 EUR kosten, diese sind dann aber auch entsprechend umfangreich, der Großteil liegt eher bei der Hälfte (inklusive der Versandkosten). Dabei sollte man auch bedenken, daß pro Zine eine Vielzahl von Spielen und Spieltypen angeboten werden, man also schon eine Menge Leistung erhält für sein Geld. Und was bringt mir das?Tüfteln, wann immer man Lust hat (und nicht zwangsweise nur Samstag Abend) - sich seinen Spielzug in Ruhe überlegen können (keiner am Tisch drängelt) - neue Leute kennenlernen (garantiert!) - geheime Verhandlungen mit den Mitspielern z.B. über Telefon oder Mails, daß die anderen nichts mitbekommen (bei Verhandlungsspielen) - bei anonymen Partien: Mal so richtig "die Sau rauslassen" können - und vieles mehr. Aber ich kenne doch fast keine von den Spielen...Kein Problem! Von allen Spielen, die in den einzelnen Zines angeboten werden, erhält man meist vom Herausgeber des Zines oder vom GM des entsprechenden Spiels auch die Spielregeln. Außerdem steht jeder mit Rat und Tat zur Seite. In unserem Regelarchiv findest du des weiteren viele Regeln zu Spielen, die im KSK oder auch in anderen Zines per Post gespielt werden. Das interessiert mich!Alles, was Du dazu benötigst, ist ein Abonnement eines der Zines, die es in Deutschland gibt. Beim "Einstieg" in ein solches Zine laufen viele Partien aber meistens schon. Dafür gibt es dann "Wartelisten". Wenn sich die erforderliche Anzahl an Mitspielern für ein Spiel angemeldet hat, startet der GM meist auch eine neue Partie, bei der man dann mitspielen kann. Manchmal kann man auch als Stand-by für einen Spieler einspringen, der keine Lust mehr hat oder aus irgendeinem anderen Grund keine Züge mehr abgeben kann. Das mit dem "Abonnement" hört sich jetzt zwar sehr verbindlich an, aber es besteht kein Grund zur Sorge. Bisher ist noch von keinem Fall bekannt, daß jemand deshalb plötzlich eine Waschmaschine geliefert bekam. Meistens kann man bei den Zines auch ein oder mehrere kostenlose Probehefte anfordern, um sich darüber zu informieren, ob einem das "Klima" zwischen den Mitspielern oder das Spieleangebot zusagt. Niemand wird zu irgendwas gezwungen. Ich kenne keine Zines. Gibt es da Kontaktadressen?Es gibt viele Zines schon mit eigenen Seiten im World Wide Web. In unserer Linksammlung findest Du einige davon. | |||
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